Ich bin heute mal wieder auf eine Petition aufmerksam geworden, die zum Ziel hat, dass Hebammen in Deutschland eine bessere Entlohnung bekommen sollen.
Da ich selber eine sehr schlimme, durch Ärzte bestimmte Geburt hatte und somit am eigenen Leib erfahren musste, wie es ist, wenn keine qualifizierte Hebamme da ist, die weiß, was zu tun ist, wenn eine Frau ein Kind bekommt, bin ich sehr dafür, dass der Hebammenberuf beschützt und somit erhalten bleiben muss.
Viele Hebammen in Deutschland müssen ihren Beruf leider aufgeben, weil sie am Ende des Monats sogar drauf zahlen statt etwas über zu haben. Auch Hebammen müssen essen, sie brauchen ein Auto um immer mobil zu sein und auch die Versicherung für den Beruf ist sehr wichtig und wie bestimmt alle wissen auch sehr teuer. Sie wird immer teurer.
Kinder sind der größte Schatz dieser Welt und ich könnte mir vorstellen, dass es viele Frauen gibt, die nicht mehr schwanger werden wollen, wenn das bedeutet, dass sie nach 9 Monaten eine große Bauch-OP bekommen um dieses Kind zur Welt zu bringen.
Meine Schwester hat mir erst vor einer Weile von einem Erlebnis erzählt. Sie bekam ja im Sommer ein Baby, meine kleine Nichte <3
Als sie unter Wehen im Krankenhaus ankam, wurde sie direkt getadelt, weil sie keinen Termin gemacht hatte.
Ganz verdutzt fragte sie, wie sie denn einen Termin machen soll, wenn sie doch gar nicht weiß, wann es los geht. Der Arzt in der Aufnahme (ja, sie wurde nicht mal mehr direkt von einer Hebamme empfangen!!!) fragte sie dann ganz erstaunt, ob sie denn meine, das ständig Ärzte da seien für einen Kaiserschnitt, man müsse ja auch eine PDA machen und überhaupt, dazu benötige man aktuelle Blutuntersuchungen und so weiter.
Meine Schwester meinte dann, dass sie keine PDA will und sowieso, wer hätte den davon gesprochen, dass sie einen Kaiserschnitt möchte.
Man muss dazu sagen, dass meine Schwester im selben Krankenhaus war, wie 2006, als sie meinen Neffen bekam. Damals war die Entbindungsstation noch sehr ausgelastet, die Kreissääle waren voll.
Ja, so kann sich das ändern. Sie bekam ihr Baby in diesem Krankenhaus auf natürlichem Wege. Die Hebamme die sie betreute war richtig erfreut, dass sie endlich mal wieder eine richtige Geburt betreuen könne. Drei Monate lang zuvor seien wohl alle Entbindungen im OP gewesen. Per Kaiserschnitt.
Ja, diese Geschichte klingt wirklich unglaubwürdig, das weiß ich, weil ich das selbst nicht glauben wollte. Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, aber es ist eine traurige Realität.
Die Geburt meines Sohnes ist nun 2,5 Jahre her. Und schon vor 2,5 Jahren war es extrem schwer, hier bei uns eine Hebamme zu finden, die mich nach der Geburt betreut und die Hausbesuche macht.
Scheinbar ist das noch schlimmer geworden und das ist sehr traurig und erschreckend.
Also bitte unterschreibt die Petition. Es geht darum, wie unsere zukünftigen Kinder und Enkelkinder zur Welt kommen werden. Und auch darum, ob und wie wir und unsere Kinder in Zukunft in Schwangerschaft und Stillzeit begleitet werden. Hebammen sind ein Volksgut, ein sehr wertvollen Volksgut. Ihr Wissen ist über Jahrhunderte gewachsen und wenn es einmal weg ist, dann kann man es nicht so leicht wieder bekommen.
Hier geht es lang zur Petition
Bitte unterschreibt und sagt es weiter. Ich habe bereits unterschrieben, mein Mann auch. Und ich hoffe hiermit erreiche ich noch viele weitere Unterschreiber.
Somit schließe ich für heute und melde mich demnächst wieder mit Neuigkeiten aus meiner Nähstube.
Da hat sich auch vieles getan, ich muss nur die Zeit finden Fotos zu machen und einen Post dazu zu schreiben.
Macht es gut, ich wünsche euch einen schönen Abend.
Liebe Grüße
Renilein
Über mich
- Renilein
- Kurz vor der Geburt meines Sohnes habe ich das Nähen für mich entdeckt. Seither nähe ich immer, wenn ich die Zeit finde etwas schönes, für mich, für meinen Sohn, für unser Haus und auch für andere zum Geburtstag, Weihnachten oder auch gerne mal ohne Anlass. Hier werde ich euch zeigen und erzählen, was mein Alltag mir so bringt. Ich möchte so einiges mit euch teilen und hoffe auch bald auf ganz viele Leser.
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Donnerstag, 26. September 2013
Donnerstag, 7. Juni 2012
Hebammen brauchen unsere Hilfe
Leider ist in den vergangenen Jahren die Berufshaftpflichtversicherung der Hebammen sehr gestiegen.
Nur noch wenige Hebammen können es sich leisten freiberuflich zu arbeiten und so zum Beispiel Hausgeburten zu begleiten. Der BEtrag zur Haftpflicht ist in 10 Jahren um das 8-fache gestiegen. Ihr Gehalt hingegen stagnierte in dieser Zeit.
Die Folgen daraus sind, dass in den vergangenen 3 Jahren etwa 25% alle Hebammen in Deutschland ihren Beruf aufgeben mussten oder zumindest aufhören mussten freiberuflich zu arbeiten.
Ich finde das sehr schade, denn wo außer zuhause oder in einem Geburtshaus können wir Frauen noch frei und selbstbestimmt entbinden??
Im Krankenhaus wird man sehr häufig unter Druck gesetzt, ist unnötigen Interventionen ausgesetzt und vor Allem ist die Kaiserschnittrate in den letzten Jahren unverhältnissmäßig gestiegen.
Ich finde so kann es nicht weiter gehen und deshalb gibt es jetzt einen Aufruf zur Unterstützung der Hebammen.
Das Kampagnennetzwerk Campact hat einen Appell gestartet und sobald 100.000 Stimmen zusammen gekommen sind, wird dieses Anliegen, die Hebammen mehr zu unterstützen, die Kosten wieder zu senken und vor Allem die Vergütung zu erhöhen, an unseren Gesundheitsminister übergeben.
Also bitte ich hier an dieser Stelle....unterschreibt diesen Appell, seit Teil dieser Bewegung, auch wenn ihr selber keine Kinder mehr bekommen werdet, denkt daran, dass auch eure Töchter oder Schwiegertöchter irgendwann eure Enkelkinder zur Welt bringen werden. Ich finde sie sollten auch die Chance bekommen den Ort der Geburt frei wählen zu können.
Hier gehts lang zum Unterschreiben: Kampagne für unsere Hebammen
Hier auf der Webseite von Mamaprotest könnt ihr euch noch weiter informieren und wenn ihr möchtet die Aktion auch unterstützen.
Ich danke euch schon einmal im Vorraus und würde mich auch freuen, wenn ihr dieses Anliegen auf euren Blogs teilt.
Liebe Grüße
Renilein
Nur noch wenige Hebammen können es sich leisten freiberuflich zu arbeiten und so zum Beispiel Hausgeburten zu begleiten. Der BEtrag zur Haftpflicht ist in 10 Jahren um das 8-fache gestiegen. Ihr Gehalt hingegen stagnierte in dieser Zeit.
Die Folgen daraus sind, dass in den vergangenen 3 Jahren etwa 25% alle Hebammen in Deutschland ihren Beruf aufgeben mussten oder zumindest aufhören mussten freiberuflich zu arbeiten.
Ich finde das sehr schade, denn wo außer zuhause oder in einem Geburtshaus können wir Frauen noch frei und selbstbestimmt entbinden??
Im Krankenhaus wird man sehr häufig unter Druck gesetzt, ist unnötigen Interventionen ausgesetzt und vor Allem ist die Kaiserschnittrate in den letzten Jahren unverhältnissmäßig gestiegen.
Ich finde so kann es nicht weiter gehen und deshalb gibt es jetzt einen Aufruf zur Unterstützung der Hebammen.
Das Kampagnennetzwerk Campact hat einen Appell gestartet und sobald 100.000 Stimmen zusammen gekommen sind, wird dieses Anliegen, die Hebammen mehr zu unterstützen, die Kosten wieder zu senken und vor Allem die Vergütung zu erhöhen, an unseren Gesundheitsminister übergeben.
Also bitte ich hier an dieser Stelle....unterschreibt diesen Appell, seit Teil dieser Bewegung, auch wenn ihr selber keine Kinder mehr bekommen werdet, denkt daran, dass auch eure Töchter oder Schwiegertöchter irgendwann eure Enkelkinder zur Welt bringen werden. Ich finde sie sollten auch die Chance bekommen den Ort der Geburt frei wählen zu können.
Hier gehts lang zum Unterschreiben: Kampagne für unsere Hebammen
Hier auf der Webseite von Mamaprotest könnt ihr euch noch weiter informieren und wenn ihr möchtet die Aktion auch unterstützen.
Ich danke euch schon einmal im Vorraus und würde mich auch freuen, wenn ihr dieses Anliegen auf euren Blogs teilt.
Liebe Grüße
Renilein
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